Donnerstag, August 22, 2019
Hochsensibilität Persönlichkeitsentwicklung

Eine kleine Geschichte vom Loslassen und Annehmen

Wenn ich eins gelernt habe in den letzten Jahren, dann ist das unbedingt und immer auf meine innere Stimme zu hören. Diese kleine Stimme, die in vielen von euch nur noch so leise spricht, dass ihr sie gar nicht mehr hören könnt. Oder die von vielen von euch einfach vehement ignoriert wird. 

Heute liebe ich meine innere Stimme!

Sie ist mein Kompass, mein täglicher Begleiter, meine gute Freundin und Beraterin in allen Lebenslagen geworden. Früher war das auch bei mir anders. Da wollte ich sie nicht hören. Da habe ich sie regelrecht gehasst, weil sie mir Dinge gesagt hat, die ich partout nicht hören wollte. Die ich nicht ansehen wollte. Ich habe sie weggesperrt und verstummen lassen. Glücklich hat mich das aber nicht gemacht.

Gestern Abend flüsterte sie mir mal wieder zu, dass es an der Zeit ist loszulassen.

Loszulassen von der Vorstellung, dass ich glücklicher wäre, wenn ich nicht hier in Hamburg wohnen würde. Loszulassen von der Vorstellung, dass es so wie es aktuell ist nicht gut genug ist. Das ich es so nicht haben will. Und das Anzunehmen was und wie es ist.

Immer wenn ich das Hier und Jetzt so wie es ist ablehne, blockiere ich damit auch mich selbst. Ich lebe dann in der Vergangenheit, in der Zukunft, aber nicht mehr im Moment. Ich komme dann, mal wieder, von meinem Herzensweg ab.

Also gesagt getan, liebe innere Stimme.

Das passende Foto hatte der Herzensmann zwei Tage vorher auch schon dafür gemacht (was für ein Zufall 😉 ) und die Worte flossen nur aus mir heraus in einen Instagrampost:

Paulchen am Fischmarkt

Paulchen bleibt vorerst ein Großstadthund

Der Gegenspieler vom Loslassen ist das Annehmen.

Das Annehmen von dem was dir begegnet. Achtsam mit Momenten, mit Ideen, mit Begegnungen und auch mit Vorschlägen umzugehen. Zu lieben was ist. Zu akzeptieren was ist. Nicht zu resignieren, sondern einfach aus allem das Beste zu machen.

Und wie ging es dann weiter?

Ich sitze also heute morgen bei meinem ersten Kaffee und google den Begriff Coaching. Einfach weil gefühlt jeder um mich herum bei Instagram jetzt Coach ist und ich einfach mal die Definition genauer hinterfragen wollte.

  • Wie genau wird man das eigentlich?
  • Wie fundiert sind diese Ausbildungen?
  • Was ist der Unterschied zum klassischen Therapeuten?

Als diese Fragen schwirrten mir seit Tagen im Kopf herum und zwar immer genau dann, wenn ich von Coachings laß, die quasi mit Meditation und positiven Denken alle Probleme wie Depression, Trauma, Angststörungen und so vielen mehr versprachen verschwinden lassen zu können. Von meinem Gefühl her sind da viele Scharlatane unterwegs. Aber das ist ein eigenes Thema für sich.

So und während ich da nun durch meinen Suchverlauf scrolle, fällt mir eine Anzeige für emphatische Biografiearbeit ins Auge.

Empathie und Biografie.

Das sind ja schon irgendwie zwei meiner Lieblingswörter. Ich klick darauf und lese mich durch den Ausbildungsinhalt einer Fortbildung im Süddeutschen Raum. Mein erster Gedanke dazu: das ist genau das was ich seit zwei Jahren gesucht habe und nicht wusste was ich denn eigentlich suche.

ABER in Süddeutschland und irgendwie kam es mir einen Hauch zu esoterisch und werbewirksam vor. Also fix den Begriff bei Google eingegeben und siehe da der erste Treffer eine Ausbildung in Hamburg. Das gesamte Curriculum war viel fundierter, ohne Marketing schnick schnack und unnützen Chi Chi. Und jetzt kommt es. Ratet mal wo genau sich der Ausbildungsort befindet?

Yaass: 1,4 Kilometer von unserer Wohnung entfernt in Hamburg Ottensen. Als ich das gelesen habe, bin ich vor Lachen fast vom Sofa gefallen.

Gestern Abend habe ich in meinem Instagrampost geschrieben:

Und wisst ihr was? Sobald ich etwas was ich unbedingt haben wollte losgelassen habe (also echt und nicht nur so getan )kam früher oder später genau das was richtig für mich war. Manchmal nicht das was ich mir erdacht hatte, aber immer etwas was noch viel, viel besser zu mir passte.

Und heute finde ich genau das was ich seit gefühlten Ewigkeiten suche und dann auch noch genau hier in meiner gestern Abend endlich akzeptierten neuen Heimat?!

Ok also ich weiß ja , dass das zu mir kommt was zu mir gehört. Aber das das so schnell geht?! Wer hätte es gedacht.

Nächste Woche habe ich bereits einenTermin zum Kennenlernen vereinbart und wenn die Chemie passt, beginne ich im Mai 2019 bereits diese zweijährige Ausbildung. Das wird dann wirklich hart. Finanziell und zeitlich, aber es fühlt sich einfach stimmig an. Also wird es sich schon fügen

Ja klar ihr könnt jetzt sagen: Zufall!

Aber vielleicht versucht ihr auch einfach mal auf eure innere Stimme zu lauschen. Sie ist ganz sicher noch da. Ihr habt sie nur auf lautlos gestellt. Vielleicht hat sie euch ja auch etwas zu sagen, dass ihr loslassen könntet. Oder aber auch etwas was ihr annehmen könnt.

Einen kleinen Harken hat die Sache allerdings. Das muss ich zugeben.

Es könnte auch gut sein, dass eure innere Stimme euch zuerst einmal gehörig den Marsch blasen wird.

Euch Dinge erzählen wird, die euch so gar nicht gefallen werden. Aber wenn ihr da mitten durch geht und sie anhört, euch mit ihr auseinandersetzt, dann habt ihr die Chance auf etwas richtig Großes.

Ich wünsche euch von Herzen dafür alles Liebe und Gute und vor allem ganz viel Mut!

stay tuned

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