Donnerstag, August 22, 2019
Achtsamkeit

Achtsamkeit – wozu soll das gut sein?

Achtsamkeit & Dankbarkeit gehören wohl zu den Modeworten der letzten Jahre. Genauso wie SelbstLiebe & Bodypositivity werden sie inflationär in den Raum geworfen. Instagram Posts, Facebook Gruppen, Bücher, Zeitschriften, Blogs und in der Werbung: was wäre man bloß ohne eines dieser Schlagworte? Definitiv nicht mehr on vouge.

Und auch wenn sie sich dadurch schon etwas abgenutzt haben, nicht mehr für jeden so strahlend blank gewienert daherkommen wie vor diesem Hype, so gehören Achtsamkeit & Dankbarkeit doch keinesfalls zu den alten paar Latschen, die es sich nicht mehr lohnt zu pflegen.

Für mich persönlich sind Achtsamkeit & Dankbarkeit die kleinen Schwestern vom Glück.

Hast du schon einmal einen dankbaren Menschen dauerhaft unglücklich gesehen? Oder einen undankbaren Menschen wirklich und wahrhaftig glücklich? Und wie wird man wiederum ein dankbarer Mensch?

Richtig indem man achtsam mit den Momenten seines Lebens umgeht. Indem man bewusst sein Leben im Hier & Jetzt geniesst. Glück ist also untrennbar mit Dankbarkeit & Glück verknüpft.

Und weisst du was daran so wundervoll ist?

Dankbarkeit & Glück lassen sich üben. Und umso achtsamer du bist, umso dankbarer wirst du werden. Umso dankbarer du wirst, umso glücklicher bist du.  Und so geht es immer weiter und weiter. Glück lässt sich multiplizieren und es ist genauso wie mit der Liebe. Wenn du Glück & Liebe weitergibst an andere Menschen hast du am Ende nicht weniger davon, sondern sogar noch mehr. Was ist das doch für ein grandioser Kreislauf.

Wie wird man nun aber achtsam?

Höher, schneller, weiter. Das ist definitiv nicht achtsam. Multitasking, vollgequetschte Terminkalender und durch die Gegend hetzen auch nicht so wirklich.

Leben – es gibt nichts selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, weiter nichts. – Oskar Wilde

Und genau darum geht es bei der Achtsamkeit: Leben, fühlen, sehen, hören, voll und ganz da sein, im Hier & Jetzt.

  • nicht funktionieren, sondern bewusst sein
  • nicht automatisiert handeln, sondern bewusst handeln
  • nicht nebenbei noch einen Podcast hören, sondern bewusst abwaschen
  • nicht beim Sex an die Steuerklärung denken, sondern bewusst fühlen
  • nicht beim Spaziergang mit dem Hund nebenbei telefonieren, sondern bewusst deine Umwelt wahrnehmen
  • nicht beim Essen fernzusehen, sondern bewusst schmecken

Achtsam sein heißt anwesend sein in der Situation. Bewusst zu sein. Alles wahrzunehmen was ist. Es nicht zu bewerten, es nicht kontrollieren zu wollen. Es anzunehmen wie es ist. Sich einfach im Fluss der Gegenwart treiben zu lassen.

 

One thought on “Achtsamkeit – wozu soll das gut sein?

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