Eine kleine Geschichte vom Loslassen und Annehmen

Wenn ich eins gelernt habe in den letzten Jahren, dann ist das unbedingt und immer auf meine innere Stimme zu hören. Diese kleine Stimme, die in vielen von euch nur noch so leise spricht, dass ihr sie gar nicht mehr hören könnt. Oder die von vielen von euch einfach vehement ignoriert wird. 

Heute liebe ich meine innere Stimme!

Sie ist mein Kompass, mein täglicher Begleiter, meine gute Freundin und Beraterin in allen Lebenslagen geworden. Früher war das auch bei mir anders. Da wollte ich sie nicht hören. Da habe ich sie regelrecht gehasst, weil sie mir Dinge gesagt hat, die ich partout nicht hören wollte. Die ich nicht ansehen wollte. Ich habe sie weggesperrt und verstummen lassen. Glücklich hat mich das aber nicht gemacht.

Gestern Abend flüsterte sie mir mal wieder zu, dass es an der Zeit ist loszulassen.

Loszulassen von der Vorstellung, dass ich glücklicher wäre, wenn ich nicht hier in Hamburg wohnen würde. Loszulassen von der Vorstellung, dass es so wie es aktuell ist nicht gut genug ist. Das ich es so nicht haben will. Und das Anzunehmen was und wie es ist.

Immer wenn ich das Hier und Jetzt so wie es ist ablehne, blockiere ich damit auch mich selbst. Ich lebe dann in der Vergangenheit, in der Zukunft, aber nicht mehr im Moment. Ich komme dann, mal wieder, von meinem Herzensweg ab.

Also gesagt getan, liebe innere Stimme.

Das passende Foto hatte der Herzensmann zwei Tage vorher auch schon dafür gemacht (was für ein Zufall 😉 ) und die Worte flossen nur aus mir heraus in einen Instagrampost:

Paulchen am Fischmarkt

Paulchen bleibt vorerst ein Großstadthund

Der Gegenspieler vom Loslassen ist das Annehmen.

Das Annehmen von dem was dir begegnet. Achtsam mit Momenten, mit Ideen, mit Begegnungen und auch mit Vorschlägen umzugehen. Zu lieben was ist. Zu akzeptieren was ist. Nicht zu resignieren, sondern einfach aus allem das Beste zu machen.

Und wie ging es dann weiter?

Ich sitze also heute morgen bei meinem ersten Kaffee und google den Begriff Coaching. Einfach weil gefühlt jeder um mich herum bei Instagram jetzt Coach ist und ich einfach mal die Definition genauer hinterfragen wollte.

  • Wie genau wird man das eigentlich?
  • Wie fundiert sind diese Ausbildungen?
  • Was ist der Unterschied zum klassischen Therapeuten?

Als diese Fragen schwirrten mir seit Tagen im Kopf herum und zwar immer genau dann, wenn ich von Coachings laß, die quasi mit Meditation und positiven Denken alle Probleme wie Depression, Trauma, Angststörungen und so vielen mehr versprachen verschwinden lassen zu können. Von meinem Gefühl her sind da viele Scharlatane unterwegs. Aber das ist ein eigenes Thema für sich.

So und während ich da nun durch meinen Suchverlauf scrolle, fällt mir eine Anzeige für emphatische Biografiearbeit ins Auge.

Empathie und Biografie.

Das sind ja schon irgendwie zwei meiner Lieblingswörter. Ich klick darauf und lese mich durch den Ausbildungsinhalt einer Fortbildung im Süddeutschen Raum. Mein erster Gedanke dazu: das ist genau das was ich seit zwei Jahren gesucht habe und nicht wusste was ich denn eigentlich suche.

ABER in Süddeutschland und irgendwie kam es mir einen Hauch zu esoterisch und werbewirksam vor. Also fix den Begriff bei Google eingegeben und siehe da der erste Treffer eine Ausbildung in Hamburg. Das gesamte Curriculum war viel fundierter, ohne Marketing schnick schnack und unnützen Chi Chi. Und jetzt kommt es. Ratet mal wo genau sich der Ausbildungsort befindet?

Yaass: 1,4 Kilometer von unserer Wohnung entfernt in Hamburg Ottensen. Als ich das gelesen habe, bin ich vor Lachen fast vom Sofa gefallen.

Gestern Abend habe ich in meinem Instagrampost geschrieben:

Und wisst ihr was? Sobald ich etwas was ich unbedingt haben wollte losgelassen habe (also echt und nicht nur so getan )kam früher oder später genau das was richtig für mich war. Manchmal nicht das was ich mir erdacht hatte, aber immer etwas was noch viel, viel besser zu mir passte.

Und heute finde ich genau das was ich seit gefühlten Ewigkeiten suche und dann auch noch genau hier in meiner gestern Abend endlich akzeptierten neuen Heimat?!

Ok also ich weiß ja , dass das zu mir kommt was zu mir gehört. Aber das das so schnell geht?! Wer hätte es gedacht.

Nächste Woche habe ich bereits einenTermin zum Kennenlernen vereinbart und wenn die Chemie passt, beginne ich im Mai 2019 bereits diese zweijährige Ausbildung. Das wird dann wirklich hart. Finanziell und zeitlich, aber es fühlt sich einfach stimmig an. Also wird es sich schon fügen

Ja klar ihr könnt jetzt sagen: Zufall!

Aber vielleicht versucht ihr auch einfach mal auf eure innere Stimme zu lauschen. Sie ist ganz sicher noch da. Ihr habt sie nur auf lautlos gestellt. Vielleicht hat sie euch ja auch etwas zu sagen, dass ihr loslassen könntet. Oder aber auch etwas was ihr annehmen könnt.

Einen kleinen Harken hat die Sache allerdings. Das muss ich zugeben.

Es könnte auch gut sein, dass eure innere Stimme euch zuerst einmal gehörig den Marsch blasen wird.

Euch Dinge erzählen wird, die euch so gar nicht gefallen werden. Aber wenn ihr da mitten durch geht und sie anhört, euch mit ihr auseinandersetzt, dann habt ihr die Chance auf etwas richtig Großes.

Ich wünsche euch von Herzen dafür alles Liebe und Gute und vor allem ganz viel Mut!

stay tuned

Ich werfe mein Herz voran ins neue Jahr

Liebes 2018,

bis auf die wundervolle Hochzeit und alles drum herum dazu meines Lieblingsmenschen warst du eher etwas unscheinbar und auch nicht allzu dramatisch. Du hattest Höhen und Tiefen, aber alles in allem warst du eher wie eine sanfte Brise und nicht gerade ein Orkan. Ich denke wärst du ein Mensch würde ich dich als einen eher in sich gekehrte Person beschreiben. Die zwar sehr eloquent und weise ist, sich mit ihrer Meinung aber zurückhält. Jemand, der nur Ratschläge gibt, wenn er drum gebeten wird und ansonsten still und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen zuschaut was der Rest um ihn herum so veranstaltet, aber sofort zur Stelle ist, wenn Holland in Not ist.

Liebes 2018

ich habe so viel gelernt dieses Jahr. Aber nichts was für Außenstehende aufregend erscheinen würde.

Nachdem 2017 das Jahr des “still Werdens”, des Rückzugs, des Wartens und der Geduld war, ist 2018 für mich das Jahr der Gelassenheit, des mich wieder finden und des Selbstwertgefühls erleben gewesen. Ein Jahr der Heilung. Körperlich, emotional und seelisch. Ein Jahr voll von Liebe für andere, aber auch für mich selbst. Na endlich!

Anfang 2018

war es noch undenkbar der Welt so offen und mutig zu zeigen, wer ich wirklich bin. Jetzt Ende 2018 fühle ich mich frei wie nie zuvor.

Und dazwischen liegst du liebes 2018 mit deiner ruhigen, unaufdringlichen Art, die mir genügend Raum und Zeit zum Scherben zusammen setzen, zum Wachsen gelassen hat.

Viele Momente des kleinen Glücks, viele kleine Streitereien mit dem Herzensmann, um endlich an den Punkt zu gelangen an dem wir heute stehen und eine große Verantwortung als Trauzeugin der wichtigsten Frau in meinem Leben, haben dieses Jahr 2018 zu einem Jahr gemacht, dass ich nie und nimmer vergessen werde.

Reibung gab es nicht zu wenig,

aber ohne das ganz große Drama (meistens jedenfalls, ich sag nur Kaffeevollautomat, die Insider wissen was gemeint ist 😉 ). Aber ohne diese Reibung, diese Spiegelung in den zwischenmenschlichen Beziehungen hätte auch nie und nimmer dieses Wachstum in mir entstehen können. Und beim Herzensmann und mir haben sich durch diese Reibung nach und nach in 2018 die Ecken und Kanten unserer manchmal übergroßen Egos geglättet und übrig bleiben nur die liebenden Herzen. Reibung erzeugt eben auch Wärme.

Und nicht nur du liebes 2018,

denn vorhin während der Autofahrt zogen nach und nach viele Ereignisse der letzten Jahre an meinem inneren Auge vorbei.

Nein nicht wie wenn man stirbt (wobei vielleicht ja doch, wer weiß das schon).

Schöne Ereignisse, freundliche und liebe Worte, aber auch miese Themen und Worte, die mich verletzt haben. Und alles was ich empfand war tiefe Dankbarkeit. Für all das was ich bereits erlebt habe. Gut oder Schlecht. Für jeden Menschen, der mir bisher begegnet ist. Für jedes Wort, das ich bisher gehört habe.

Alles was bisher war hat mich genau hier hingebracht.

In ein nicht perfektes Leben als absolut unperfekter Mensch. Es hat mich zu dieser Frau gemacht, die ich heute bin. Mit Falten und Narben im Gesicht. Mit einer Speckrolle am Bauch und Dellen an den Oberschenkeln. Zu einer Frau, die gerne und vor allem oft viel zu viel und verquer denkt. Die falsch und laut unter der Dusche singt. Die man viel zu schnell aus der Fassung bringen kann, aber die andrerseits in schwierigen Situationen wie ein Fels in der Brandung jeder Welle stand hält. Die Frau, die eine richtig tolle beste Freundin und Trauzeugin ist. Die lieben und hassen kann innerhalb von wenigen Sekunden. Die oft viel zu laut redet und vor allem viel zu viel. Die oft zu sehr an das Wohl anderer denkt, statt an ihr eigenes. Aber die manchmal auch so unglaublich egoistisch sein kann. Besonders dann wenn es um Eis und Süßigkeiten geht. Und eine Frau, die mutig ist. Mutig, aber nicht dumm dabei. Die gelernt hat, dass Angst auch nur eine Emotion ist, die kommt und geht und auch wieder verschwindet, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt.

Und tatsächlich könnte ich jetzt noch eine lange Liste von Dingen aufzählen. Und das Schöne daran ist:

Negative und positive Punkte würden sich die Waage halten.

Also Danke liebes 2018

für deine Lehrstunde in puncto Selbstbewusstsein. Denn es geht dabei nicht darum nur gute, positive Dinge an sich selbst zu finden. Sondern auch die negativen Eigenschaften zu erkennen, zu akzeptieren und bestenfalls die eigenen Fehler mit einem ironischen Augenzwinkern sogar zu lieben.

Für dich liebes, heiß erwartetes 2019 fasse ich keine besonderen Vorsätze,

denn ich finde dafür benötigt man keinen Stichtag. Aber ich habe Pläne. Herzenspläne. Und ich freue mich jetzt schon weiterhin mutig zu sein. Mit offenem Herzen in die Zukunft zu gehen und das Leben zu leben mit allem was sich mir noch bieten wird. Liebes 2019, ich kann es kaum noch erwarten, dass wir endlich gemeinsam los ziehen können, um die Welt mit unseren Ideen, Visionen, unser Verrücktheit und vor allem mit ganz viel Liebe ein, wenn auch nur klitzekleines bisschen, zu verändern.

Euch allen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Und denkt daran ihr seid genauso richtig wie jetzt ihr seid. Ihr braucht keinen flacheren Bauch, keine kleinere Nase und keine neuen Brüste. Und hey ich finde ihr müsst euch auch nicht immer und immer und immer weiter selbst optimieren. Weder körperlich noch geistig. Ich finde genauso wie ihr seid, seid ihr verdammt perfekt unperfekt.

#emotionenrespektieren

Da stimme ich nur bedingt zu

Ja ich finde auch, dass wir uns nicht wegen Bullshit und Kleinigkeiten übermäßig aufregen und unsere Lebenszeit verschwenden sollten. 

Auch über Dinge, die wir, aktuell, nicht ändern können gehören zu dem Punkt Bullshit für mich.

Aber ich finden auch, dass wir Emotionen wie beispielsweise Traurigkeit oder Wut nicht einfach beiseite schieben sollten. Sie immer als unerwünscht deklarieren und so schnell wie möglich los werden wollen.

Diese Emotionen zeigen uns etwas in uns. Etwas das gesehen werden will, anerkannt werden will.

Wenn wir immer nur alles „negative“ schnell beiseite wischen führt dies doch nur dazu, dass es uns irgendwann mit geballter Kraft trifft. Denn totschweigen und ignorieren führt nicht zur plötzlichen, spontanen Auflösung der Auslöser.

Also vielleicht lieber mal Emotionen als das ansehen was sie sind: sie kommen und gehen, aber bleiben nicht für immer. Und sie weisen uns, manchmal leise und manchmal laut, auf Dinge in unserem Inneren hin.

#emotionenrespektieren

#vergleichenmachtunglücklich

Wenn ich den gängigen Regeln hier auf Instagram folgen würde, würde ich euch jetzt erzählen was wir heute für einen tollen Tag auf Sylt hatten. Das wir achtsame Gespräche geführt haben, mit den Hunden Spaß am Strand hatten und natürlich total verliebt waren. Also eine wunderschöne heile, kleine Welt.

Tja, ich habe aber für mich schon vor ein paar Wochen beschlossen, dass ich nicht den Regeln für viele Follower und viele Likes hier folgen werde. Ich will euch keine Fake Realität vorgaukeln. 

Deshalb wenn ihr Fragen würdet wie unser Tag heute war, dann lautet die Antwort: es war ein völliger Alptraum‍♀️ Das Essen war ok, aber halt einfach Gosch. Es war Schweinekalt und wir sind immer noch völlig durch gefroren. 

Aber das eigentlich schlimme war, dass der -Mann und ich uns furchtbar gestritten haben. Nicht nur ein wenig gekabbelt wie wir das ja gerne mal machen. Ne es gab einen richtig großen Knall mit bösen Worten, die noch immer blutende Wunden im Herzen des anderen hinterlassen haben. 

Es ging so weit, dass wie jeder in eine andere Richtung am Strand davon gestrazt sind und die nächsten zwei Stunden getrennt voneinander verbracht haben. 

Dadurch haben wir dann die Fähre zurück nach Rømø verpasst und mussten noch mal 3 Stunden auf Sylt ausharren. Einander anschweigend mit einem übereifrigen Kellner in einem Restaurant. 

Ja genauso ätzend wie es sich anhört war es auch.

Mittlerweile sitzen wir wieder gemeinsam in unserem Ferienhaus und haben uns ausgesprochen. Dadurch wird gesagtes nicht ungeschehen gemacht, aber vieles könnte relativiert werden. Und wir haben uns wieder lieb. Und wie immer wird es uns wahrscheinlich wieder ein Stück näher bringen. Einfach weil gnadenlose Ehrlichkeit und Offenheit zwar oft weh tut, aber für eine echte, tiefe Liebe einfach notwendig ist.

Warum erzähl ich euch das jetzt alles? 

Weil ich selbst oft beim durch den Feed scrollen dazu neige mich zu vergleichen. Mit all diesen schönen Leben der anderen. Ihrer perfekten Haut, ihren tollen Haaren, ihren glücklichen Beziehungen und und und. 

Aber das ist einfach nicht das wahre Leben. Das ist nun einmal nicht immer nur eitel Sonnenschein.

#vergleichenmachtunglücklich

#selbstzweifelüberwinden

“Sind wir denn nie schön genug?

Ist es hier nie schön genug?

Sind wir denn nie schön genug?

So wie wir sind, sind wir so viel zu schnell zu müde oder blind.

Aber alles soll und alles muss

Aber alles geht und jeder will

Perfekt sein”

Ich habe vorhin beim Aufräumen auf einem alten USB Stick dieses Lied von Lina Maly “Schön genug” gefunden und dazu passt das Bild perfekt. Nach aussen hin sah ich fröhlich und glücklich aus, aber im Inneren war ich voller Selbstzweifel und Versagensängsten.

Als meine beste Freundin mir gesagt hat, dass ich ihre Trauzeugin sein darf, habe ich vor Freude angefangen zu weinen. Allen anderen war klar, dass es niemanden außer mir gibt, der für dieses ehrenvolle Amt in Frage kommt. Mir selber war das aber so ganz und gar nicht klar. Mir wären auf der Stelle eine Handvoll andere Frauen eingefallen in ihrem Freundeskreis, die ich für deutlich geeigneter dafür gefunden hätte. 

Jetzt im Rückblick denke ich mir:  was für ein Bullshit ich mir da schon wieder zusammen gedacht habe. 

Aber in dem Augenblick und auch immer wieder in den 1,5 Jahren Planungszeit überkamen mich riesige Selbstzweifel. Ob ich es gut genug mache, schön genug für sie mache, ob meine Ideen nicht zu langweilig sind. Ich habe so einige Male weinend da gesessen und mich dafür gehasst, dass ich so unperfekt bin.

Ich habe geplant, gebastelt, war für sie da und wusste eigentlich, dass ich echt nen guten Job mache. Und vor allem, dass es nicht wichtig ist, dass alles perfekt ist, sondern es wichtig ist, dass ich für sie da bin. Und das war ich wirklich immer. 

Aber in meinen Kopf ist diese fiese, kleine Stimme, die mir immer zuflüsterte “du bist nicht gut genug” trotzdem nie ganz verstummt. 

Es war eine wunderschöne Zeit und es war eine nervenaufreibende Zeit. Ich bin gewachsen und habe mich weiter entwickelt. 

Und ich weiß jetzt wie ich mit der fiesen, kleinen Stimme reden muss, aber los geworden bin ich sie immer noch nicht.

#selbstzweifelüberwinden

#perfektunperfekt

Früher hätte ich an diesem Bild sicher einiges auszusetzen gehabt. Zu kleine Augen, die Haare sind zu gelbstichig, Falten, die Zähne nicht weiß genug und man fett sehe ich auch aus. Zack gelöscht.

Heute schaue ich tatsächlich schon mit viel mehr Liebe auf mich selbst. Das auf dem Bild das bin ich. Ziemlich wahrhaftig und gut getroffen. Da hat mein Fotograf (in diesem Fall mein Liebster) wirklich nen ziemlichen Volltreffer gelandet.

Ich bin nicht perfekt, ich bin kein Schönheitskönigin und auch kein Model. Aber ich bin ich. Und genau so richtig wie ich bin. Mit meinen Falten und Fältchen, meinen Speckrollen, der Cellulite, den Narben (und davon hab ich so einige & jede einzige erzählt meine Geschichte) und den fünf Kilo zu viel auf den Rippen aktuell.

Man sagt ja immer Schönheit liegt im Auge des Betrachter. Wir sollten uns selbst oft viel liebevoller betrachten. Und das nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.

#selflovefirst #perfektunperfekt

#lieblingsmensch

Jetzt ist es tatsächlich schon auf den Tag einen Monat her.

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Es kommt mir einerseits vor wie gestern und andrerseits habe ich das Gefühl die Hochzeit ist meilenweit entfernt.

Es ist in diesem Monat einfach so viel passiert. Es kommt mir manchmal fast vor vor wie ein anderes Leben. Seit einem Monat bekomme ich nicht mehr täglich Anrufe, Whatsapps, Mails von Freunden und der Familie des Brautpaares. Ich muss nichts mehr organisieren, basteln, vorbereiten und koordinieren. Liege nicht mehr schlaflos nachts wach, weil ich meine Rede immer und immer wieder durchgehe und verbessere.

Es war ein großartige Zeit. Und es war eine stressige Zeit. Es war eine von Liebe erfüllte Zeit. Und es war eine Zeit der Abgrenzung. Ich bin immer und Immer wieder bis an meine Grenzen gegangen oder gebracht worden. Und ich bin wahnsinnig gewachsen an dieser Herausforderung. Ich vermisse es. Und ich bin auch froh, dass es vorbei ist.

Aber eines ist immer noch genauso wie es vor einem Monat war: meine beste Freundin ist mein absoluter Lieblingsmensch. Ich kenne keine so herzensgute, lustige, liebevolle Person wie sie. Und ich bin dankbar ein Teil ihres Lebens sein zu dürfen #lieblingsmensch

#herzensmensch

Ich liebe es alleine zu sein. Ich schöpfe daraus Kraft und Energie. 

Nach den Gesprächen mit vielen Menschen brauche ich danach erst einmal wieder Zeit & Raum, um mich wieder zu erholen. Große Menschenmassen und viele fremde Personen sind absolut nichts für mich. 

Aber ich geniesse es auch mit anderen Menschen auf Augenhöhe, respektvoll und achtsam zu diskutieren und mich auszutauschen. Input zu erhalten und diesen dann für mich selbst zu reflektieren.

Man könnte wohl sagen: ich liebe Menschen und ich hasse Menschen. 

Aber ihn kann ich immer um mich haben. Er darf 24/7 bei mir sein. Muss er aber nicht. Mein Leben ist auch schön, wenn er nicht da ist. Und seines ebenso. Und gemeinsam halt auch. Manchmal mehr und manchmal weniger. Und genau so ist es richtig.

Er ist mein größter Kritiker und mein größter Unterstützer. Er ist mein gnadenloser Spiegel und auch mein Anker. Er zeigt mir mich. Zeigt mir, wenn ich mich selber belüge. Und hält mich fest, wenn ich drohe abzudriften. Es ist oft anstrengend, aber Wachstum kommt halt nicht von alleine. Und ich bin noch niemals in einer Beziehung so sehr gewachsen wie mit ihm.

Daher freue ich mich schon, wenn er morgen Abend wieder aus Holland zurück kommt.

Und bis dahin genieße ich meine Zeit für mich

#herzensmensch #spiegel #spiegeln #wachstum #beziehung #zeitfürmich

#nichtnurrosarot

Es ist ja nun wirklich nicht so, dass bei uns immer alles rosarot ist. Eher im Gegenteil. Wir fetzen uns phasenweise fast täglich. Klingt furchtbar?

Nö eigentlich nicht. Wir sind doch zwei Individuen, die teilweise komplett gegensätzlich sind.

Ich persönlich finde es viel besser, wenn wir uns direkt in die Haare kriegen als wenn wir immer alles runter schlucken würden.

Nicht gefühlte, nicht gelebte Emotionen machen uns krank. Und angestaute Wut und Ärger schaffen nicht nur in uns, sondern langfristig auch in der Beziehung  Unfrieden.

Für mich ist deshalb unsere schonungslos ehrliche, direkte Art in der Beziehung genau richtig. Es ist nicht immer sehr bequem, aber ich wachse täglich persönlich daran.

Und letztendlich weiß ich doch immer, dass ich ihn liebe und er mich

Was ist bitte dein Problem?

Kennt ihr das? Diese Momente in denen von einen auf den anderen Augenblick nichts mehr so ist wie es vorher war? In denen man das Gefühl hat es bleibt einem die Luft weg?

Eigentlich wollte ich mich heute an einen Blogbeitrag zu unserem Wochenendexperiment (#wildessh) machen. Aber dann kam alles ganz anders als gedacht.

Es war einer dieser Momente, der einem mal wieder zeigte, dass unsere ganzen kleinen Problemchen und Befindlichkeiten ein absoluter Scheiß sind. Sie bedeuten nichts. Rein gar nichts.

Geld, Status, die kleine Machtkämpfe im Job, in der Beziehung, das ewige Recht haben wollen, sind vollkommen bedeutungslos.

Welche Werte verfolgen wir eigentlich jeden Tag?! Was ist uns wichtig?! Über was regen wir uns auf?!

Das unser Partner die Zahnpastatube nicht zugedreht hat? Das ein Kollege im Büro den letzten Kaffee getrunken hat? Das wir keinen Sitzplatz in der U-Bahn bekommen haben? Das der Nachbar abends noch den Rasen mäht?

So ein Bullshit!

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