Achtsamkeit – wozu soll das gut sein?

Achtsamkeit & Dankbarkeit gehören wohl zu den Modeworten der letzten Jahre. Genauso wie SelbstLiebe & Bodypositivity werden sie inflationär in den Raum geworfen. Instagram Posts, Facebook Gruppen, Bücher, Zeitschriften, Blogs und in der Werbung: was wäre man bloß ohne eines dieser Schlagworte? Definitiv nicht mehr on vouge.

Und auch wenn sie sich dadurch schon etwas abgenutzt haben, nicht mehr für jeden so strahlend blank gewienert daherkommen wie vor diesem Hype, so gehören Achtsamkeit & Dankbarkeit doch keinesfalls zu den alten paar Latschen, die es sich nicht mehr lohnt zu pflegen.

Für mich persönlich sind Achtsamkeit & Dankbarkeit die kleinen Schwestern vom Glück.

Hast du schon einmal einen dankbaren Menschen dauerhaft unglücklich gesehen? Oder einen undankbaren Menschen wirklich und wahrhaftig glücklich? Und wie wird man wiederum ein dankbarer Mensch?

Richtig indem man achtsam mit den Momenten seines Lebens umgeht. Indem man bewusst sein Leben im Hier & Jetzt geniesst. Glück ist also untrennbar mit Dankbarkeit & Glück verknüpft.

Und weisst du was daran so wundervoll ist?

Dankbarkeit & Glück lassen sich üben. Und umso achtsamer du bist, umso dankbarer wirst du werden. Umso dankbarer du wirst, umso glücklicher bist du.  Und so geht es immer weiter und weiter. Glück lässt sich multiplizieren und es ist genauso wie mit der Liebe. Wenn du Glück & Liebe weitergibst an andere Menschen hast du am Ende nicht weniger davon, sondern sogar noch mehr. Was ist das doch für ein grandioser Kreislauf.

Wie wird man nun aber achtsam?

Höher, schneller, weiter. Das ist definitiv nicht achtsam. Multitasking, vollgequetschte Terminkalender und durch die Gegend hetzen auch nicht so wirklich.

Leben – es gibt nichts selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, weiter nichts. – Oskar Wilde

Und genau darum geht es bei der Achtsamkeit: Leben, fühlen, sehen, hören, voll und ganz da sein, im Hier & Jetzt.

  • nicht funktionieren, sondern bewusst sein
  • nicht automatisiert handeln, sondern bewusst handeln
  • nicht nebenbei noch einen Podcast hören, sondern bewusst abwaschen
  • nicht beim Sex an die Steuerklärung denken, sondern bewusst fühlen
  • nicht beim Spaziergang mit dem Hund nebenbei telefonieren, sondern bewusst deine Umwelt wahrnehmen
  • nicht beim Essen fernzusehen, sondern bewusst schmecken

Achtsam sein heißt anwesend sein in der Situation. Bewusst zu sein. Alles wahrzunehmen was ist. Es nicht zu bewerten, es nicht kontrollieren zu wollen. Es anzunehmen wie es ist. Sich einfach im Fluss der Gegenwart treiben zu lassen.

 

Ich werfe mein Herz voran ins neue Jahr

Liebes 2018,

bis auf die wundervolle Hochzeit und alles drum herum dazu meines Lieblingsmenschen warst du eher etwas unscheinbar und auch nicht allzu dramatisch. Du hattest Höhen und Tiefen, aber alles in allem warst du eher wie eine sanfte Brise und nicht gerade ein Orkan. Ich denke wärst du ein Mensch würde ich dich als einen eher in sich gekehrte Person beschreiben. Die zwar sehr eloquent und weise ist, sich mit ihrer Meinung aber zurückhält. Jemand, der nur Ratschläge gibt, wenn er drum gebeten wird und ansonsten still und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen zuschaut was der Rest um ihn herum so veranstaltet, aber sofort zur Stelle ist, wenn Holland in Not ist.

Liebes 2018

ich habe so viel gelernt dieses Jahr. Aber nichts was für Außenstehende aufregend erscheinen würde.

Nachdem 2017 das Jahr des “still Werdens”, des Rückzugs, des Wartens und der Geduld war, ist 2018 für mich das Jahr der Gelassenheit, des mich wieder finden und des Selbstwertgefühls erleben gewesen. Ein Jahr der Heilung. Körperlich, emotional und seelisch. Ein Jahr voll von Liebe für andere, aber auch für mich selbst. Na endlich!

Anfang 2018

war es noch undenkbar der Welt so offen und mutig zu zeigen, wer ich wirklich bin. Jetzt Ende 2018 fühle ich mich frei wie nie zuvor.

Und dazwischen liegst du liebes 2018 mit deiner ruhigen, unaufdringlichen Art, die mir genügend Raum und Zeit zum Scherben zusammen setzen, zum Wachsen gelassen hat.

Viele Momente des kleinen Glücks, viele kleine Streitereien mit dem Herzensmann, um endlich an den Punkt zu gelangen an dem wir heute stehen und eine große Verantwortung als Trauzeugin der wichtigsten Frau in meinem Leben, haben dieses Jahr 2018 zu einem Jahr gemacht, dass ich nie und nimmer vergessen werde.

Reibung gab es nicht zu wenig,

aber ohne das ganz große Drama (meistens jedenfalls, ich sag nur Kaffeevollautomat, die Insider wissen was gemeint ist 😉 ). Aber ohne diese Reibung, diese Spiegelung in den zwischenmenschlichen Beziehungen hätte auch nie und nimmer dieses Wachstum in mir entstehen können. Und beim Herzensmann und mir haben sich durch diese Reibung nach und nach in 2018 die Ecken und Kanten unserer manchmal übergroßen Egos geglättet und übrig bleiben nur die liebenden Herzen. Reibung erzeugt eben auch Wärme.

Und nicht nur du liebes 2018,

denn vorhin während der Autofahrt zogen nach und nach viele Ereignisse der letzten Jahre an meinem inneren Auge vorbei.

Nein nicht wie wenn man stirbt (wobei vielleicht ja doch, wer weiß das schon).

Schöne Ereignisse, freundliche und liebe Worte, aber auch miese Themen und Worte, die mich verletzt haben. Und alles was ich empfand war tiefe Dankbarkeit. Für all das was ich bereits erlebt habe. Gut oder Schlecht. Für jeden Menschen, der mir bisher begegnet ist. Für jedes Wort, das ich bisher gehört habe.

Alles was bisher war hat mich genau hier hingebracht.

In ein nicht perfektes Leben als absolut unperfekter Mensch. Es hat mich zu dieser Frau gemacht, die ich heute bin. Mit Falten und Narben im Gesicht. Mit einer Speckrolle am Bauch und Dellen an den Oberschenkeln. Zu einer Frau, die gerne und vor allem oft viel zu viel und verquer denkt. Die falsch und laut unter der Dusche singt. Die man viel zu schnell aus der Fassung bringen kann, aber die andrerseits in schwierigen Situationen wie ein Fels in der Brandung jeder Welle stand hält. Die Frau, die eine richtig tolle beste Freundin und Trauzeugin ist. Die lieben und hassen kann innerhalb von wenigen Sekunden. Die oft viel zu laut redet und vor allem viel zu viel. Die oft zu sehr an das Wohl anderer denkt, statt an ihr eigenes. Aber die manchmal auch so unglaublich egoistisch sein kann. Besonders dann wenn es um Eis und Süßigkeiten geht. Und eine Frau, die mutig ist. Mutig, aber nicht dumm dabei. Die gelernt hat, dass Angst auch nur eine Emotion ist, die kommt und geht und auch wieder verschwindet, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt.

Und tatsächlich könnte ich jetzt noch eine lange Liste von Dingen aufzählen. Und das Schöne daran ist:

Negative und positive Punkte würden sich die Waage halten.

Also Danke liebes 2018

für deine Lehrstunde in puncto Selbstbewusstsein. Denn es geht dabei nicht darum nur gute, positive Dinge an sich selbst zu finden. Sondern auch die negativen Eigenschaften zu erkennen, zu akzeptieren und bestenfalls die eigenen Fehler mit einem ironischen Augenzwinkern sogar zu lieben.

Für dich liebes, heiß erwartetes 2019 fasse ich keine besonderen Vorsätze,

denn ich finde dafür benötigt man keinen Stichtag. Aber ich habe Pläne. Herzenspläne. Und ich freue mich jetzt schon weiterhin mutig zu sein. Mit offenem Herzen in die Zukunft zu gehen und das Leben zu leben mit allem was sich mir noch bieten wird. Liebes 2019, ich kann es kaum noch erwarten, dass wir endlich gemeinsam los ziehen können, um die Welt mit unseren Ideen, Visionen, unser Verrücktheit und vor allem mit ganz viel Liebe ein, wenn auch nur klitzekleines bisschen, zu verändern.

Euch allen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Und denkt daran ihr seid genauso richtig wie jetzt ihr seid. Ihr braucht keinen flacheren Bauch, keine kleinere Nase und keine neuen Brüste. Und hey ich finde ihr müsst euch auch nicht immer und immer und immer weiter selbst optimieren. Weder körperlich noch geistig. Ich finde genauso wie ihr seid, seid ihr verdammt perfekt unperfekt.

Balance bewahren – Hochsensibilität im Alltag

Gestern Abend konnte ich mal wieder nicht einschlafen.

Ihr kennt das sicher. Die Gedanken rasten in meinem Kopf hin und her. Gute Ideen, völlig bekloppte Gedankenschnipsel, Ängste, Erinnerungsfetzen und vieles anders summte vor sich hin. Nach einer Stunde hin und her wälzen hatte ich genug und bin wieder aufgestanden. Schweren Herzens, weil ich eigentlich wirklich richtig müde war. Und mich so auf den Montag Morgen gefreut hatte. Aber ich weiß ganz genau, wenn ich bis nachts spät aufbleibe, ist der Montag Morgen komplett gelaufen.

Ich habe aber auch gelernt, dass es einfach gar nichts bringt dagegen anzukämpfen. Sobald ich einen gewissen Punkt überschritten habe hilft nur noch aufstehen und etwas tun.

Also hab ich mir einen Tee gemacht und mich zuerst an mein Gedankenbuch gesetzt. Ich habe alles aufgeschrieben was da herum sirrte in meinem Kopf.

Heraus gekommen ist unter anderem (es ging bis heute nacht um vier Uhr) eine Liste mit Dingen, die ich tue um mein Energielevel im Alltag einigermaßen konstant zu halten. Diese Punkte sind sicher nicht für jeden so umsetzbar (ich habe wirklich viel Glück), aber mir helfen sie meine Hochsensibilität im Alltag & in einer Großstadt recht gut ohne großen Energieverlust zu leben. „Balance bewahren – Hochsensibilität im Alltag“ weiterlesen

Was ist bitte dein Problem?

Kennt ihr das? Diese Momente in denen von einen auf den anderen Augenblick nichts mehr so ist wie es vorher war? In denen man das Gefühl hat es bleibt einem die Luft weg?

Eigentlich wollte ich mich heute an einen Blogbeitrag zu unserem Wochenendexperiment (#wildessh) machen. Aber dann kam alles ganz anders als gedacht.

Es war einer dieser Momente, der einem mal wieder zeigte, dass unsere ganzen kleinen Problemchen und Befindlichkeiten ein absoluter Scheiß sind. Sie bedeuten nichts. Rein gar nichts.

Geld, Status, die kleine Machtkämpfe im Job, in der Beziehung, das ewige Recht haben wollen, sind vollkommen bedeutungslos.

Welche Werte verfolgen wir eigentlich jeden Tag?! Was ist uns wichtig?! Über was regen wir uns auf?!

Das unser Partner die Zahnpastatube nicht zugedreht hat? Das ein Kollege im Büro den letzten Kaffee getrunken hat? Das wir keinen Sitzplatz in der U-Bahn bekommen haben? Das der Nachbar abends noch den Rasen mäht?

So ein Bullshit!

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