Balance bewahren – Hochsensibilität im Alltag

Gestern Abend konnte ich mal wieder nicht einschlafen.

Ihr kennt das sicher. Die Gedanken rasten in meinem Kopf hin und her. Gute Ideen, völlig bekloppte Gedankenschnipsel, Ängste, Erinnerungsfetzen und vieles anders summte vor sich hin. Nach einer Stunde hin und her wälzen hatte ich genug und bin wieder aufgestanden. Schweren Herzens, weil ich eigentlich wirklich richtig müde war. Und mich so auf den Montag Morgen gefreut hatte. Aber ich weiß ganz genau, wenn ich bis nachts spät aufbleibe, ist der Montag Morgen komplett gelaufen.

Ich habe aber auch gelernt, dass es einfach gar nichts bringt dagegen anzukämpfen. Sobald ich einen gewissen Punkt überschritten habe hilft nur noch aufstehen und etwas tun.

Also hab ich mir einen Tee gemacht und mich zuerst an mein Gedankenbuch gesetzt. Ich habe alles aufgeschrieben was da herum sirrte in meinem Kopf.

Heraus gekommen ist unter anderem (es ging bis heute nacht um vier Uhr) eine Liste mit Dingen, die ich tue um mein Energielevel im Alltag einigermaßen konstant zu halten. Diese Punkte sind sicher nicht für jeden so umsetzbar (ich habe wirklich viel Glück), aber mir helfen sie meine Hochsensibilität im Alltag & in einer Großstadt recht gut ohne großen Energieverlust zu leben. „Balance bewahren – Hochsensibilität im Alltag“ weiterlesen

Einfach mal drüber tanzen

Gestern Abend habe ich bestimmt eine Stunde lang am Laptop gesessen und vor mich hin gestarrt. Einfach die Gedanken fließen lassen und reflektiert was gestern tagsüber alles passiert ist.

Ich bin mal wieder in alte Muster zurück gefallen.

Habe wieder die „mir ist alles Recht beide Hände nach außen streckend mit Handflächen nach vorn zeigend gemacht“ und hätte mich fast schon wieder unter Wert verkauft.
Hola die Waldfee. Was ist denn bloß los mit mir frag ich mich öfter mal?! Wie kann man denn immer und immer und immer und immer wieder in selbe Falle tappen?

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Fütterst du noch oder barfst du schon?

Hättet ihr mich vor ein paar Jahren gefragt was ich vom BARFEN halte, hätte ich euch sicher mit hochgezogener Augenbraue und leicht kopfschüttelnd gesagt, dass das nur etwas für die Übermütter der Hundehalter ist. Quasi die Helikoptermütter der Hundewelt.

Alle Hunde meiner Familie wurden konventionell mit Trockenfutter gefüttert. So wie sich das halt gehört. „Fütterst du noch oder barfst du schon?“ weiterlesen

Wenn die Großstadt der Seele nicht gut tut

Seit kurzem lebe ich wieder in Hamburg. Ich bin hier geboren, aber nicht aufgewachsen. Meine Eltern sind ganz klischeehaft kurz nach meiner Geburt aufs Land gezogen. Weils in der Stadt ja nichts ist für Kinder. Die brauchen einen Garten zum spielen, grün um sich rum und vor allem saubere Luft.

Nehme ich ihnen das übel?
Ganz und gar nicht! Ich liebe das Landleben. Die Weite, das Grün, die Luft, die schon ganz schön oft nach Gülle stinkt, die Menschen, die sich alle gegenseitig kennen und grüßen. Etwas völlig unvorstellbares hier in der Großstadt. Da ist es schon unhöflich jemanden in die Augen zu schauen beim vorbei gehen.
Grüßen?!
Ein absoluter Affront. Außer natürlich in Restaurants, Bars, Kneipen. Da ist es wiederum das Höchste gegrüßt zu werden. Vom Inhaber, Barchef oder auch Stammgästen. Denn dann heißt es ja DU gehörst dazu. Bist jemand. Bekannt. Nicht einfach nur irgendso ein Tourist oder Gelegenheitsbesucher. Nichts poliert das Ego dieser Großstadtbewohner mehr als wenn andere ihn dabei sehen während er ein JEMAND ist in der Anonymität der Großstadt. Ja ich übertreibe schon ein wenig… aber überspitzt ist es doch echt so.

Und warum wohne ich hier?
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Absolut still werden…

…wenn Vorwürfe machen, schreien und sich streiten dich erschöpft haben.
Du merkst du drehst dich nur noch stumpf im Kreis und rein gar nichts ändert sich. Wenn nichts mehr zu helfen scheint. Dann werde still.

Aufhören zu schreien, aufhören zu zetern, aufhören zu meckern, aufhören zu wollen, aufhören mit allen Vorwürfen. Auch denen die gegen dich gerichtet sind. In deinem eigenen Kopf.

Immer und immer und immer wieder dieselbe Diskussion, immer und immer wieder dieselbe Streitfrage, immer und immer wieder dieselbe Situation, immer und immer wieder dieser Schmerz.
In dir. Hervorgerufen durch dein Gegenüber?
Wie in einem Hamsterrad. Wir drehen und drehen und drehen uns, aber kommen nie irgendwo an. Landen immer wieder an derselben Stelle.

Umso lauter ich werde. „Absolut still werden…“ weiterlesen

Was ist bitte dein Problem?

Kennt ihr das? Diese Momente in denen von einen auf den anderen Augenblick nichts mehr so ist wie es vorher war? In denen man das Gefühl hat es bleibt einem die Luft weg?

Eigentlich wollte ich mich heute an einen Blogbeitrag zu unserem Wochenendexperiment (#wildessh) machen. Aber dann kam alles ganz anders als gedacht.

Es war einer dieser Momente, der einem mal wieder zeigte, dass unsere ganzen kleinen Problemchen und Befindlichkeiten ein absoluter Scheiß sind. Sie bedeuten nichts. Rein gar nichts.

Geld, Status, die kleine Machtkämpfe im Job, in der Beziehung, das ewige Recht haben wollen, sind vollkommen bedeutungslos.

Welche Werte verfolgen wir eigentlich jeden Tag?! Was ist uns wichtig?! Über was regen wir uns auf?!

Das unser Partner die Zahnpastatube nicht zugedreht hat? Das ein Kollege im Büro den letzten Kaffee getrunken hat? Das wir keinen Sitzplatz in der U-Bahn bekommen haben? Das der Nachbar abends noch den Rasen mäht?

So ein Bullshit!

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Mutter unser

Für die einen sind sie ein Vorbild, die beste Freundin, für wieder andere sind ihre Mütter der Teufel in Person. Für einige die ewige Stimme im Kopf. Für einige die liebende, beschützende Mutter mit aufmunternden Worten, für wieder andere die ständig nörgelnde, abwertende Kritik am eigenen Sein.

Aber immer sind Mütter für ihre Töchter eine ganz besondere Person. Ihr Leben lang. Ob sie nun wollen oder nicht.

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Heute nicht kleine Goldenemarie!

Heute mittag haben wir gestritten. Naja eigentlich hat ER gestritten und ich habe mich zurückgelehnt und ihn machen lassen. Ich habe versucht die Worte anzuhören und zu spüren ohne mich direkt persönlich von ihnen angegriffen zu fühlen. Unterstützt vom Sonnenschein konnte ich meinen Vorsatz endlich das erste Mal umsetzten.

Seine Worte nicht einfach auf mich zu beziehen und auf Gegenangriff zu gehen, sondern sie als das anzusehen was sie ja in Wahrheit sind: Seine Gefühle, sein Denken & seine Probleme, war eine echte Herausforderung. Erst einmal neutral zuzuhören und dabei einfach zu fühlen was seine Worte mit mir machen war aber auch extrem spannend.

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